My Dream
About my Dream








[Design]
Letzte Nacht habe ich geträumt.
Es war ein bekanntes Setting, kein Ort der Realität, doch der Traum hat ihn schon öfter gesehen. Es war eine Party in leeren Räumen. Ich traf Menschen meiner Vergangenheit. Traf den Rotschopf, den ich im wirklichen Leben nur ein einziges Mal geküsst habe und schon so unglaublich lange nicht mehr gesehen. Ich traf den Mann, von dem alle Frauen träumen, in den ich vor einem Jahr große Hoffnungen setzte, wohlwissend, dass er mich enttäuschen würde.
Sie beide nahm ich mit nach Hause. Den einen, weil er einen Schlafplatz brauchte. Den anderen, weil ich ihn wollte. Auf dem Weg dorthin trafen wir den Buntfalken. Der Rotschopf grüßte ihn, er und ich hatten einen kurzen Blickkontakt, danach gingen wir weiter unserer Wege.
Mein Haus selber ist ohne Belang, es versteht sich allerdings, dass es traumtypisch war und damit total abgedreht. Ein Bauprojekt mit Planen und Leitern und Moos in der Badewanne. Der Rotschopf ging duschen und der Mann, von dem alle Frauen träumen, und ich lagen im Bett. Ich strich im durch die Locken, sah ihm in die Augen... und stellte fest, dass sie grün waren und nicht braun. Er war es nicht. War gar nicht der, für den ich ihn gehalten hatte. Als ich es erkannt hatte, waren die Unterschiede mit einem Mal offensichtlich. Er war nicht der Mann, von dem alle Frauen träumen. Ich war einer Täuschung erlegen. Ich stelle fest: mein Unterbewusstsein hat komödiantisches Talent.
In dem Moment klingelte mein Handy. Eine SMS. "Du warst der Lichtblick meines Abends. Auch wenn es nur kurz war." Der Buntfalke. Ich sprang auf und verließ das Haus. Dann wird es etwas verschwommen, aber es gab noch zwei weitere Nachrichten. "Kommst du?". "Ich liebe dich"
Das weitere Geschehen hat der Tag leider getrübt, aber ich erinnere die Gegend, dass ich zu ihm kam, wir Hand in Hand fortgingen, aber auch uns hinter Häuserecken versteckten, damit uns keiner sah. Doch wir waren zusammen.
Ich wachte auf.
Als ich wieder eingeschlafen war, träumte ich von einem neuen Menschen. Das Seelenfenster lernte ich erst vor kurzem kennen und fürs erste hat es mein Leben auch schon wieder verlassen, wenn auch ich davon überzeugt bin, dass es zurückkehrt. Genauer erinnere ich den Traum leider nicht mehr.

Deutung?
Was der Rotschopf zu bedeuten hat, vermag ich nicht zu sagen. Ich hatte ihn gern, vor ungefähr sieben Jahren. Wir hatten einen wunderschönen Abend miteinander, danach ist nie wieder etwas passiert, auch wenn wir uns noch oft über den Weg gelaufen sind. Nie hätte ich gedacht, dass er von Bedeutung sein könnte.
Bei dem Seelenfenster dagegen würde ich mir wünschen, dass er eines Tages von Bedeutung ist. Dass er ein Freund wird. Es wäre schön.
Der Part über den Mann, von dem alle Frauen träumen, ist so lächerlich eindeutig, dass ich mich frage, warum es mir nicht bereits heute morgen klar war. Von Anfang an hatte ich mich in ihm getäuscht, war ich der Fassade erlegen. Er hat mich belogen von Beginn an und auch wenn ich es ahnte und die Zweifel immer lauter wurden, wollte ich es nicht glauben. Bis ich nicht mehr leugnen konnte. Er ist nicht mehr Teil meines Lebens und ich bedaure es nur wenig.
Doch der Buntfalke. Dass ich schon wieder vom Buntfalken geträumt habe. Es zerreißt mir das Herz. So lang ist es schon her, dass wir einander haben gehen lassen. So oft sind wir in den verzweifelten Stunden zueinander zurückgekehrt, nur um am nächsten Tag wieder so zu tun, als wäre nie etwas gewesen. Ich kann es nicht mehr. Noch immer wünsche ich mir wenig mehr als ihn in meinem Leben zu haben. Aber wir zerstören einander Stück für Stück. Diese Sehnsucht ist wie eine Krankheit, die mich auffrisst. Ich will ihn vergessen, arbeite doch so hart daran. Vielleicht war so ein Traum da nur allzu logisch. Dass er sagt er liebe mich, ist mein Verlangen. Dass ich wieder zu ihm gerannt kam, meine Schwäche. Selbst im Traum weiß er mich zu manipulieren.
Ich weiß einfach nicht, was ich davon halten soll. Auf jeden Fall aber macht es mich traurig. Diese Macht, die er immer noch über mich hat, macht mich traurig. Dass seine Liebe nach all den Jahren immer noch mein Begehr ist, macht mich traurig. Die Befürchtung, dass ich ihm nicht widerstehen kann, wenn er sich das nächste Mal meldet, macht mich traurig. Und ich will doch nicht mehr traurig sein seinetwegen.
17.1.13 21:29
 


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bisher 1 Kommentar(e)     TrackBack-URL


Taps (17.1.13 21:44)
Interessante Traumdeutung. Ich wünschte ich würde auch was mit meinen anzufangen wissen, sie scheinen dir zu helfen die Realität zu erkennen.

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